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Stromausfall oder USV-Alarm – Wiederanlauf in der richtigen Reihenfolge

Worum es geht

Nach einem Stromausfall ist der Strom das kleinere Problem. Server, Netzwerkgeräte und Arbeitsplätze starten unterschiedlich schnell, und wer in der falschen Reihenfolge einschaltet, sitzt vor einem Rechner, der zwar läuft, aber weder Netzlaufwerke noch Anwendungen findet.

Ebenso häufig ist der Fall ohne Ausfall: Die unterbrechungsfreie Stromversorgung im Verteiler piept. Auch dafür gibt es ein richtiges Vorgehen – und ein falsches, nämlich das Wegdrücken des Tons.

Öffnen Sie keine Serverschränke und schalten Sie keine Geräte im Verteiler ein, wenn Sie dafür nicht ausdrücklich zuständig sind. Melden Sie sich stattdessen – die Reihenfolge kennen wir, und ein zu früh eingeschalteter Server verlängert den Ausfall.

Schritt für Schritt

1. Während des Ausfalls

  1. Speichern und schließen Sie, was Sie geöffnet haben, solange Notebooks noch Akku haben.
  2. Schalten Sie Arbeitsplatzrechner aus, statt sie stromlos werden zu lassen.
  3. Melden Sie den Ausfall bei uns, sobald Sie können – auch dann, wenn er nur wenige Sekunden gedauert hat. Kurze Unterbrechungen bringen Netzwerkgeräte und Server regelmäßig in einen Zustand, der später auffällt.
  4. Falls die USV im Verteiler die Server noch trägt: nicht abwarten, bis sie leer ist. Wir fahren die Systeme geordnet herunter, solange Strom da ist.

2. Nach der Rückkehr des Stroms – die Reihenfolge

Diese Reihenfolge gilt sinngemäß an jedem Standort. Zwischen den Stufen jeweils warten, bis die Geräte vollständig gestartet sind.

  1. Zuerst Internetanschluss, Firewall und Switches – das übernehmen in der Regel wir beziehungsweise die Geräte selbst.
  2. Danach Server und Speichersysteme.
  3. Erst dann Multifunktionsgeräte und andere Netzwerkgeräte.
  4. Zuletzt die Arbeitsplätze.
  5. Wer den PC sofort einschaltet, bekommt Fehlermeldungen zu Netzlaufwerken und Anmeldung. Zehn Minuten Geduld ersparen den halben Vormittag.

3. Nach dem Wiederanlauf prüfen

  1. Netzlaufwerke sichtbar? Ein Neustart des Arbeitsplatzes stellt sie meist wieder her.
  2. Drucker erreichbar? Multifunktionsgeräte brauchen mehrere Minuten und verlieren manchmal die Netzwerkverbindung.
  3. Fachanwendungen: Melden Sie sich neu an, statt eine offene Sitzung von vorher weiterzuverwenden.
  4. Melden Sie alles, was danach nicht funktioniert, gesammelt in einem Ticket, statt einzeln. Nach einem Ausfall hängen die Punkte fast immer zusammen.

4. Die USV piept, ohne dass Strom fehlt

Ein Dauerton oder ein regelmäßiges Piepen ist eine Meldung, kein Defekt der Anlage – und keine Sache, die man wegdrückt.

  1. Notieren Sie, welche Anzeigen leuchten und welcher Text am Display steht, falls eines vorhanden ist.
  2. Machen Sie ein Foto der Front. Die Symbole sind je Hersteller unterschiedlich und für uns eindeutig.
  3. Ziehen Sie nichts ab und schalten Sie nichts aus. An der USV hängen in der Regel die Server.
  4. Melden Sie es am selben Tag. Der häufigste Grund ist eine gealterte Batterie – sie trägt dann bei einem echten Ausfall nur noch Sekunden statt Minuten.

So beugen Sie vor

  • Melden Sie jeden Stromausfall, auch kurze. Wiederkehrende kurze Ausfälle sind ein Muster, dem man nachgehen kann – aber nur, wenn sie dokumentiert sind.
  • Halten Sie den Bereich vor dem Serverschrank frei und nutzen Sie ihn nicht als Ablage. Im Ernstfall zählt der Zugang.
  • Melden Sie es, wenn im Verteiler ungewohnte Geräusche zu hören sind oder es dort deutlich wärmer ist als sonst.
  • Schließen Sie keine zusätzlichen Verbraucher an eine USV an – kein Wasserkocher, keine Heizung, keine Ladegeräte.

Wenn nichts davon hilft: Ticket per E-Mail

Dann übernehmen wir. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an support@acronum.com – daraus wird automatisch ein Ticket, und Sie bekommen eine Eingangsbestätigung. Ein Anruf ist dafür nicht nötig, und Sie müssen auch kein Formular ausfüllen.

Je mehr von den folgenden Punkten in der Mail steht, desto seltener müssen wir nachfragen – und desto schneller ist die Sache erledigt:

  • Den Standort und den Zeitpunkt des Ausfalls sowie dessen ungefähre Dauer.
  • Was danach nicht mehr funktioniert – gesammelt, nicht in mehreren Tickets.
  • Bei einer USV-Meldung: ein Foto der Front mit den leuchtenden Anzeigen.
  • Ob der Ausfall den ganzen Standort betraf oder nur einen Bereich.
  • Ihren Namen und Ihren Standort sowie – wenn Sie ihn zur Hand haben – den Gerätenamen. Sie finden ihn unter Einstellungen → System → Info im Feld „Gerätename“ (die Einstellungen öffnen Sie mit Windows-Taste + I).
  • Seit wann das Problem auftritt und ob es vorher funktioniert hat. „Seit dem Update am Montag“ ist eine wertvollere Information, als es klingt.
  • Ob es nur Sie betrifft oder auch Kolleginnen und Kollegen.
  • Welche der obigen Schritte Sie bereits probiert haben – auch die, die nichts gebracht haben. Das erspart uns, dieselben Dinge noch einmal durchzugehen.
  • Einen Screenshot der Fehlermeldung, falls es eine gibt: Windows-Taste + Umschalt + S, den Bereich mit der Maus aufziehen, dann in der E-Mail Strg + V drücken.
  • Wie dringend es ist: Blockiert es Ihre Arbeit vollständig, oder kommen Sie vorerst weiter?

Ein guter Betreff nennt in einer Zeile, was nicht geht und wo. Zum Beispiel: Stromausfall Standort Oberwart heute 06:40, ca. 10 Minuten – Netzlaufwerke fehlen